Die Diskussion um das neue Vereinsboot hat sich, auf einen Vorschlag von Martin Adam, auf die Omega verdichtet. Eine Test Crew hat sich auf den Weg gemacht und hat die Omega intensiv getestet.

Omega Test

 

Da die BSV-HH sich seit längerer Zeit mit dem Thema „neues Boot-Konzept“auseinandersetzt und der Vorschlag gemacht wurde, eine ausländischeEinheitsklasse (Omega) näher unter die Lupe zu nehmen, begab sich am 14.10.2017 eine Crew bestehend aus sieben Personen mit gemischten Altersstufen und mit unterschiedlichen Segelkenntnissen auf den Weg nach Polen, um so ein Boot der Klasse „Omega“ probe zu segeln.
Anforderung an das Boot war zum einen, die Tauglichkeit für Anfänger als auch einen Segel-Anreizes für Fortgeschrittene zu vereinen. Dennoch sollte das Boot möglichst einfach und Robust sein. Zum einen um Folgekosten zu minimieren und zum anderen um auch die Anfänger nicht vor zu große Herausforderung in der Bedienung bzw. der Komplexität des Bootes zu stellen. Ach ja, günstig sollte es auch sein….
Mit diesem “Sack” an Anforderungen machen wir uns auf den Weg, um das Boot dann zu inspizieren und um zu sehen, ob die Omega-Klasse die bereits gefestigten Erwartungen an unser ultimatives Vereinsboot erfüllen kann. Bei Ankunft an dem Treffpunkt (Barlinek, Polen), treffen wir auf den Produzenten, seine Frau, seinem Sohn und die Omega. Das Boot war auf einem Straßentrailer mit Slipwagen verzurrt und mit einer Persenning abgedeckt. Nach einem kurzen Gespräch folgt dann der Aufbau.

 





 

Wir nahmen den Mast (8,5m und leicht) sowie die Persenning vom Boot und legen beides zur Seite. Nun sieht man das große und freie Cockpit, das für drei Personen ausgelegt ist. Viel Platz der lediglich durch die selbst-stehenden Ausreit-Gurte und die zwei Schoten leicht eingeschränkt wird - kein Schwertkasten, keine Traveller-Schiene oder sonstiger Schnick-Schnack. Nach einem kurzen Blick hat man eigentlich schon alles gesehen was man zum Segeln braucht: Fockholepunkte (Schiene), Vorstag-Verstellung, Vorliek-Verstellung, einen liegenden Block und Klemme je Seite für die Fock-Schot und dahinter je Seite eine Klemme für die Gross-Schot. Achtern sitzt die Befestigung des Achterstags samt Klemmen

 



 

Nachdem wir nun wissen, wo auf diesem Boot was zu finden ist, geht es an‘s Mast stellen. Der Mast-Fuss hat eine Kipp-Vorrichtung, die das Aufstellen sehr erleichtert und sicher macht. Die Wanten werden mit einer 90° Drehung in den Mast eingeharkt, ebenso wie Unterwanten und Trapez. Dann wird mit zwei Personen – allein geht’s aber auch - der Mast gestellt. Vorstag einhängen, Achterstag einhängen - fertig. Nun wird uns das Ruder gereicht. Es ist clever gebaut, denn Pinne und Ruderblatt werden zum Transport einfach zusammengeklappt und anschließend mit 2 Leinen fixiert, d.h. für den Transport reduziert sich die Größe des Ruders auf ein Minimum und man hat nur ein Teil zum Verstauen. Ruder wie gewohnt einhängen, mit den dafür vorgesehenen Muttern fixieren - fertig.

 

Nun lassen wir die Omega über die Slip-Anlage zu Wasser und machen sie am Steg fest. Während wir uns umziehen, setzen der Eigner und sein Sohn für uns die Segel. Auch hier ist die Einfachheit wiedergegeben – die Fallen werden durch Kammklemmen direkt am Mast gesichert. Das Spi-Fall ausgenommen, sind keine Fallen durch das Deck zu ziehen.

 

Endlich, nun da wir das Boot segelfertig vor uns stehen haben, wagen wir uns an Bord. Der erste Eindruck ist positiv, denn das Boot ist insbesondere für einen Rundspant nicht kipplig und liegt stabil im Wasser. Der Baum ist relativ hoch angebracht und läuft achtern nach oben. Durch den nicht vorhandenen Schwertkasten ist sehr viel Platz auf der Jolle. Die Fahrt beginnt. Eine erste Crew aus zwei sehr erfahrenen Seglern machen sich auf Richtung Hafenausfahrt. Es vergeht nicht viel Zeit bis die beiden aus dem Windabgedeckten Hafen auf den See herausfahren, Druck in die Segel bekommen

 

und rasch aus unserem Blickfeld verschwinden. Der Rest von uns macht sich auf den Weg, einen besseren Standpunkt zu finden, um das Geschehen besser mitverfolgen zu können. Angekommen, sahen wir wie die beiden in Gleitfahrt und Vorwind-Kurs (2-3 Bft in Böen 4) auf uns zu halten, kurz vor dem Steg Luven und weiter in Gleitfahr - mit einem Grinsen im Gesicht - wieder davon segeln. Nach

 

einigen Manövern ist die nächste Gruppe dran; ein sehr erfahrener Segler und zwei Jugendliche. Auch diese Konstellation segelt zügig davon.

 





Fazit:

 

 

 

Das Boot wurde von der Test-Crew sehr positiv angenommen und entspricht den gesetzten Erwartungen / Anforderungen als Club-Boot. Es deckt eine große Bandbreite an Interessen ab. Von Anfängern kann es gesegelt werden, dank Trapez und Spinnaker auch von Profis ohne diese zu langweilen. Zwei Kinder können mit einem Trainer das Segeln erlernen ohne Angst vor dem Baum zu haben. Familien können Ausfahrten machen da Platz für bis zu 6 Personen vorhanden ist. Die Omega ist zum einen für Anfänger und für die Ausbildung geeignet.

 

Dank des  Klappmasts und des aufgeräumten Cockpit’s sind aber auch Ausflüge auf die Elbe unproblematisch möglich. Für fortgeschrittenen Segler bieten Trapez und Spi

 

ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten. Das Boot ist dabei dynamisch genug, um bei Matchraces viel Spass zu versprechen. Das Boot hat gute und sichere Segeleigenschaften, ist robust und ist günstig in Wartung und der Anschaffung. Der lange Weg hat sich gelohnt – die Testcrew ist überzeug, unser neues ultimatives

 

Vereinsboot gefunden zu haben.


Test Crew:Julian, Martin, Sven ,Peter, Klaus, Ralf und Amelie

 



 
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